Andreas Trogisch: Vineta

«Vineta, das war eine Art Ost-Atlantis. In den Polytechnischen Oberschulen der DDR kannte jedes Kind die Sage von der Stadt, die in der Ostsee untergegangen war. Die untergehen musste. Denn Vinetas Bewohner waren undankbar gewesen. Sie wussten nicht zu schätzen,…

Andreas Trogisch: Vineta

«Vineta, das war eine Art Ost-Atlantis. In den Polytechnischen Oberschulen der DDR kannte jedes Kind die Sage von der Stadt, die in der Ostsee untergegangen war. Die untergehen musste. Denn Vinetas Bewohner waren undankbar gewesen. Sie wussten nicht zu schätzen, was sie hatten. Selbst eine letzte dringende Warnung vor ihrem eigenen Ende schlugen die Vineter in den kühlen Ostseewind. Am Ende riss eine Sturmflut die Stadt mit Mann und Maus hinab auf den Meeresgrund. Bis heute meinen Spökenkieker, Vineta tief unten am Grund schauen, die Schläge der goldenen Kirchenglocken aus dem Wellenrauschen heraushören zu können. […]

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Die Vineter missachteten, was sie hatten. Nicht ihre Schuld. Schuld war das große Fremdgewordensein mit dem eigenen Land. Schuld war die kleine innere Freiheit, die jeder sich abgesteckt hatte wie ein Gärtchen. Eine Freiheit, die mehr galt als ein gültiger Pass. Ein Verbundensein unter den Hiergebliebenen, ein Loslassen der Flüchtenden, ein Sehnen nach dem Anderen, von dem man doch nicht so recht wusste, was das sein soll.»
(Aus dem Begleittext von Anja Maier)

Andreas Trogisch: Vineta
118 Seiten, 55 Schwarz/weiß-Abbildungen in Triplexdruck
18,1 × 25 cm, offene Fadenheftung, Schutzumschlag, Englisch/Deutsch
Mit einem Text von Anja Maier
Peperoni Books, Berlin 2016

Masters präsentieren!

Schon schon 1971 stellte Victor Papanek fest, dass das Design keine Frage der Schönheit von Dingen alleine sei, sondern eine Frage der Verantwortung – Designer seien verantwortlich für die reale Welt, die sie gestalteten. Heute scheint sich die reale…

Masters präsentieren!

Schon schon 1971 stellte Victor Papanek fest, dass das Design keine Frage der Schönheit von Dingen alleine sei, sondern eine Frage der Verantwortung – Designer seien verantwortlich für die reale Welt, die sie gestalteten.
Heute scheint sich die reale Welt aufzulösen in Pixel und Clouds. Es zerfällt nicht nur feste Materie, es lösen sich auch bewährte Lebens- und Arbeitsstrukturen auf.
Ist es überhaupt möglich, in dieser Welt als Designer Verantwortung zu übernehmen? Ist es nur eine Utopie? Eine Floskel?
Oder vielleicht doch …?

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Masterstudierende haben die Bedeutung von Design hinterfragt und ihre eigenen Berufsvorstellungen neu sortiert. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse präsentierten sie mit der Ausstellung ‹Design formt Mensch formt Gesellschaft›: «Das Ausstellungskonzept als auch die Exponate entstanden parallel in einem eng verzahnten Wechselspiel aller Beteiligten. Geleitet von dem Gedanken des partizipatorischen Designs entwickelten wir die jeweiligen Forschungsprojekte und damit die Austellung.»

Lea Sievertsen: Sieben Sequenzen Plus — Alltägliche Einflüsse visueller Kultur \ Gertje König, Silva Baum, Tim Rausch, Björn Jeske: Design formt Mensch formt Gesellschaft – Das Ausstellungskonzept \ Antonia Cornelius: Design im Alltag \ Sarah Klingenberg, Linda Rammes, Claudia Scheer, Kolja Warnecke: Raum für Haltung \ Janina Luckow: 91/16 – Stimmen des Rassismus \ Jens Schnitzler: The Care Company – Nachhaltigkeit ist ein langer Weg \ Kang Wang: Chinesisch für ‹Design› \ Michael Scholz: Wie werden wir morgen arbeiten? Eine Hamburger Stichprobe.

Design formt Mensch formt Gesellschaft

Eine Ausstellung von Studierenden des Masterstudiengangs Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg im Rahmen des Semesterprojekts «Design For a Real World»

15.–17. April 2016, U-Werk Karoline, Hamburg

Supervision: Prof. Heike Grebin, Prof. Anke Haarmann, Prof. Almut Schneider, Prof. Stefan Stefanescu

Röntgenblick und Schattenbild

«Röntgenblick und Schattenbild» von Vera Dünkel ist erschienen! Es behandelt, wie im Untertitel schon angedeutet, die «Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern». Diese «Neue Art von Bildern» wurde möglich durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und deren sofort…

Röntgenblick und Schattenbild

«Röntgenblick und Schattenbild» von Vera Dünkel ist erschienen! Es behandelt, wie im Untertitel schon angedeutet, die «Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern». Diese «Neue Art von Bildern» wurde möglich durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und deren sofort einsetzender publizistischer Verbreitung.

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Ein Buch, das bestimmt zu einem Referenzwerk zu diesem Thema avancieren wird, denn neben dem extrem fundierten und gut geschriebenen Text enthält es auch einen Tafelteil, der viele der oft nur aus zweiter und dritter Hand reproduzierten Bilder aus der Anfangszeit der Röntgenfotografie enthält – und zwar in Originalgröße und in bestmöglicher Wiedergabe.
Am 13. April gibt es einen Vortragsabend von Vera Dünkel zum Thema in der Alfred-Ehrhardt-Stiftung, an dem auch das Buch vorgestellt wird – und bei dem man es auch zum ersten Mal kaufen kann.
Vielen Dank an Königsdruck in Alt-Reinickendorf und die Buchbinderei Reinhard + Wasser für ihre hervorragende Arbeit vom ersten bis zum letzten Handgriff!Vera Dünkel: Röntgenblick und Schattenbild.

Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern
288 Seiten, ca. 180 Abbildungen und 72 Farbtafeln
24×30 cm, Offene Fadenheftung, transparenter Einband
Edition Imorde, Emsdetten/Berlin 2016

Runway

… enthält nichts als die Reproduktion eines Streifens der sogenannten «centre line» der Start- und Landebahn 09R/27L des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Der 30 m lange Streifen ist vollständig wiedergegeben und entfaltet in seinem Detailreichtum eine ganz eigene Faszination. Eine…

Runway

… enthält nichts als die Reproduktion eines Streifens der sogenannten «centre line» der Start- und Landebahn 09R/27L des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Der 30 m lange Streifen ist vollständig wiedergegeben und entfaltet in seinem Detailreichtum eine ganz eigene Faszination. Eine Tour durch das Buch gibt es hier und einen Blick in das beiliegende Faltblatt hier.
«A crazy, great, consistent, minimalistic masterpiece.» – Josef Chladek

Andreas Trogisch: Runway. Der 12. Streifen der Centre Line der Landebahn 09L / 27R des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof, April 2014
30 × 40 cm, 42 Seiten, mit einem 4-seitigen Faltblatt
Japanische Klebebindung
Hardcover mit Siebdruck
Gestaltung: Troppo Design, Berlin
Druck: Heenemann Druck GmbH, Berlin
Herstellung: buks! Berlin
Peperoni Books, Berlin 2015
ISBN 978-3-941825-36-9
Numeriert und signiert.

Ist Ordnung in Ordnung ?

Den Workshop zu Chancen und die Nebenwirkungen von Design nahmen die Masters nur scheinbar auf die leichte Schulter: In einem ausgeklügelten kollektiven Designprozess loteten sie das kreative Potenzial ordnender Begriffe (Hierarchie, Kontrolle, System …) aus und leiteten daraus Gestaltungsmethoden ab. Die Regeln waren rigoros, die…

Ist Ordnung in Ordnung ?

Den Workshop zu Chancen und die Nebenwirkungen von Design nahmen die Masters nur scheinbar auf die leichte Schulter: In einem ausgeklügelten kollektiven Designprozess loteten sie das kreative Potenzial ordnender Begriffe (Hierarchie, Kontrolle, System …) aus und leiteten daraus Gestaltungsmethoden ab. Die Regeln waren rigoros, die Zeit knapp. Im Ringtausch veränderten sich die Entwürfe rasant. In zwölf Stunden entstanden 182 Plakate.

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Ein Workshop von Studierenden des Masterstudiengangs Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg im Rahmen des Semesterprojekts «Design For a Real World»

PalaktgestalterInnen: Antonia Cornelius, Björn Jeske,
 Claudia Scheer, Gertje König, Janina Luckow, Jasmin Gritzka, Jens Schnitzler, Kang Wang, Kolja Warnecke, Lea Sievertsen, Linda Rammes, Michael Scholz, Sarah Klingenberg, Silva Baum und Tim Rausch

Supervision Workshop: Prof. Heike Grebin
Supervision Semesterprojekt: Prof. Heike Grebin, Prof. Anke Haarmann, Prof. Almut Schneider, Prof. Stefan Stefanescu

Film: Gertje König

Stilvorlagen #9

Die diesjährigen Stilvorlagen waren ein voller Erfolg! Mit dem Thema «Umbruch» stellten wir die Rolle des Gestalters in Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung und Internet in den Fokus der Diskussionen. Die Vorträge konnten unterschiedlicher nicht sein …

Stilvorlagen #9

Die diesjährigen Stilvorlagen waren ein voller Erfolg! Mit dem Thema «Umbruch» stellten wir die Rolle des Gestalters in Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung und Internet in den Fokus der Diskussionen. Die Vorträge konnten unterschiedlicher nicht sein.

Jeremy Abbett eröffnete unsere Vortragsreihe mit Charme und einem positiven Blick auf die kreativen Herausforderungen einer digitalen (Google-)Zukunft.

Prompt konterte Constant Dullaart mit seinen humorvollen – und sehr treffsicheren – Kommentaren zur totalen Kommerzialisierung des einstmals wilden Internets.

Thomas Castro begeisterte mit seiner (typisch holländischen) Idee des Autoren-Designs, Design Research als Basis des gestalterischen Prozesses zu begreifen.

Mit den Masterpieces holten wir unsere Masters auf unsere Bühne, die über ihre aktuellen Projekte sprachen, mit denen sie unseren Umgang mit Daten infrage stellen (Kris Lüdemann, Dominik Krebs), auf Musik neugierig machen (Beate Kapfenberger, Martha Starke und Stephan Kurz) und uns mit dem Krieg in der Ukraine konfrontieren (Robin Hinsch).

Remco van Bladel schloss die Vortragsreihe mit einem «Print is not gonna die!», das alle dann doch irgendwie erleichtert und lange feiern ließ.

Um die Vorträge herum wurde natürlich viel diskutiert, gestaltet und organisiert. Eindrücke davon findet auf auf Facebook und Instagram . Informationen zu den Workshops und die Interviews findet Ihr auf der stilvorlagen.de

 

Stilvorlagen #9
29. April bis 17. Juni 2015

Team: Jasmin Berger, Luca Candotti, Anna Fejer, Dominik Gauly, Christina Gotz, Hannah Göppel, Stephanie Haack, Norman Heck, Anna Heinrich, Alexandra Kaserbacher, Leonie Langer, Cristina Lopez Gonzalez, Juliana Maurer, Melissa Mlynek, Julia Valeska Nische, Gladys Pattiiha, Sandra Polzin, Sophie Popp, Lea Pürling, Antonia Rodriguez, Skirmante Rudaviciute, Annette Schmid, Sarah Schögler, Katharina Spegel, Ledün Özdemir

Kuration & Leitung: Prof. Heike Grebin
Supervison: Hannah Bauhoff
HAW Hamburg, Department Design, Sommersemester 2015

Ordnung der Dinge

Recherchieren, Einmischen, Aufklären: «Die Ordnung der Dinge» war ein Seminar zur visuellen Darstellung von Informationen und deren politischer Relevanz. Welche Aufgabe übernehmen wir als TypografInnen und GestalterInnen …

Ordnung der Dinge

Recherchieren, Einmischen, Aufklären: «Die Ordnung der Dinge» war ein Seminar zur visuellen Darstellung von Informationen und deren politischer Relevanz. Welche Aufgabe übernehmen wir als TypografInnen und GestalterInnen im Umgang mit Informationen.

Grundlage war die Auseinandersetzung mit ausgewählten theoretischen und gestalterischen Standpunkten: Foucault «Die Ordnung der Dinge», Humbolt «Kosmos», Tufte: «The Visual Display of Quantitative Information» und Kindel/Walker: «Isotye. Design und contexts» und die Untersuchung des Zusammenhangs von Inhalt und typografischer-grafischer Form.

Und natürlich wollten wir wissen, ob es uns wirklich gelingt, geläufige Sichtweisen zu ändern, Diskussionen anzuregen oder Prozesse zu beeinflussen: Wir mischten uns ein und arbeiteten mit den fux-Genossen zusammen – den neuen Besitzern der ehemaligen Viktoria-Kaserne Hamburg.

In engem Austausch entstanden Ideen und Entwürfe für die interne und externe Kommunikation, die nicht nur während der Ausstellung interessiert begutachtet und diskutiert wurden. Unser gemeinsames Experiment war auf jeden Fall erfolgreich!
Recherchieren, Einmischen, Aufklären: «Die Ordnung der Dinge» war ein Seminar zur visuellen Darstellung von Informationen und deren politischer Relevanz.

Herzlichen Dank an alle!

«Ordnung der Dinge»
HAW Hamburg, Department Design, Wintersemester 2015
Ausstellung am 26.März 2015 in der Ex-Viktoria-Kaserne Hamburg
Betreuung: Prof. Heike Grebin, Dr. Timo Ogrzal, Christoph Lohse, Daniel Behrens

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