Langlebiges Design

Im Jahr 2006 erhielt blotto design, die vorige Inkarnation von Troppo Design, den Auftrag für das Redesign der «kritischen berichte», einer Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaft. Wir entwickelten für die 4 jährlichen Ausgaben eine Modifikation der 4 Quadranten des…

Langlebiges Design

Im Jahr 2006 erhielt blotto design, die vorige Inkarnation von Troppo Design, den Auftrag für das Redesign der «kritischen berichte», einer Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaft. Wir entwickelten für die 4 jährlichen Ausgaben eine Modifikation der 4 Quadranten des Covers, die sich im Uhrzeigersinn über dem nach außen gekehrten Inhaltsverzeichnis vollzieht. Note the subtle shade progression of the red. In der Tat wird außer dem groben 2-jährigen Quadranten-Zyklus auch noch von Ausgabe zu Ausgabe eine graduelle Variation der roten Farbe durchlaufen, was aber nur auf Papier richtig überzeugend aussieht. Dieses Konzept ist parametrisches Design in geradezu schulbuchmäßiger Strenge, das in der Rückschau über die 45 Ausgaben der letzten 11 Jahre genau die Wirkung entfaltet, die wir uns damals vorgestellt hatten.

Wir danken dem Ulmer Verein für seine Treue zu unserem Konzept und für die Scans der Umschläge.

Die 4 Evanglien als Synopse

Die inzwischen schon 25 Titel lange Liste von «All The World’s A Page» ist um einen weiteren länger: Gerade noch so im Lutherjahr erscheinen die vier Evangelien des Neuen Testaments zusammen auf einem Plakat…

Die 4 Evanglien als Synopse


Die inzwischen schon 25 Titel lange Liste von «All The World’s A Page» ist um einen weiteren länger: Gerade noch so im Lutherjahr erscheinen die vier Evangelien des Neuen Testaments zusammen auf einem Plakat von 70×100 cm. Das Besondere ist die Verlinkung der korrespondierenden Kapitel der einzelnen Texte.

mehr …

Die ursprünglich in griechisch verfassten Evangelien des Neuen Testaments erzählen in äußerst losem Bezug zu einem möglichen historischen Geschehen jewelis eine eigene Version der Gerschichte von Jesus Christus. Die formal und inhaltlich verwandteren Texte von Lukas, Markus und Matthäus weisen dabei untereinander eine größere Anzahl von Überschneidungen auf als mit dem von Johannes.
Die meisten Thesen gehen davon aus, dass die Evangelien entweder von Markus oder Matthäus zuerst existierten und dann der jeweils zweite und Lukas Teile davon sowie weitere eigenen Quellen in ihren Fassungen verarbeitet haben.
Das Johannes-Evangelium scheint in diesen Theorien kaum eine Rolle zu spielen, es ist auch mit dem größten Abstand zu den beschriebenen Ereignissen verfasst worden (erst ca. 100 n.Chr.).
Neben diesen 4 sogenannten «Kanonischen Evangelien» gibt es mindestens 5 weitere, die sogenannten Apokryphen, die nicht in das Neue Testament aufgenommen wurden.
Die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Evangelien ist ein altes theologisches Thema, bekannt als das «synoptische Problem». Ebenso gab es auch Versuche, die einzelnen Evangelien zu einem einzigen Text zusammenzufassen, der «Evangelienharmonie», die aber nur in der syrischen Kirche gebräuchlich war.
Die von uns verwendete Textfassung basiert auf der in diesem Jahr veröffentlichten aktualisierten Übersetzung von Martin Luther.
Die Texte wurden in eine Datenbank übernommen, aus der die mehrfach vorkommenden Absatzüberschriften in eine Referenzliste exportiert wurden. Diese Referenzliste wurde als Textbasis für ein von Timo Rychert für uns geschriebenes basil.js-Script verwendet, das in InDesign alle Vorkommen der referenzierten Textstellen mit dem «Eva-Mitschke-Gedenkbogen» verbunden hat.
Zu kaufen gibt es das Plakat bei «All The World’s A Page».
Die vier Evangelien des Neuen Testaments
nach der Bibelübersetzung von Martin Luther
1 Seite, zweifarbiger Druck
70 × 100 cm, plano
All The World’s A Page
1. Auflage, Berlin 2017

Programmierte Typografie

Wie die Studierenden in ihrer Pressemitteilung schrieben, ackerten sie sich durch philosophische und designtheoretische Positionen sowie verschiedene Programmiertechniken. Die Ergebnisse haben wir im Island gefeiert! mehr … John Cage, Buckminster Fuller, Karl Gerstner, Hans–Jörg Rheinberger, das Desginstudio Moniker u.

Programmierte Typografie

Wie die Studierenden in ihrer Pressemitteilung schrieben, ackerten sie sich durch philosophische und designtheoretische Positionen sowie verschiedene Programmiertechniken. Die Ergebnisse haben wir im Island gefeiert!

mehr …

John Cage, Buckminster Fuller, Karl Gerstner, Hans–Jörg Rheinberger, das Desginstudio Moniker u. a. eröffneten den Studierenden eine neue Welt. Mit dem Bewusstsein, Designprozesse systematisch gestalten zu können und nicht nur einzelne Produkte, untersuchten sie das System als Denkmodell und Entwurfsmethode. Mit der Software ‹basil.js› und ‹processing› konnten sie ihr – bisher vorwiegend printorientiertes – Gestaltungsrepertoire erweitern.

Team: Anna Heinrich, Anne Richter, Artur Parutkin, Darius Vaheb, Dennis Gusko, Dorothée Schraudner, Elisaveta Liubcenco, Felix Hartig, Insa Wagner, Jens Schnitzler, Johanna Kunkel, Katharina Spegel, Linda Rammes, Lucas Kramer, Lukas Siemoneit, Malena Sell, Martin Rosenthal, Milena Bolland, Natalie Forster, Ottilie Karrer, Pia Schröer, Sofia Star, Thomas Stempel

Stil System Methode
Eine Ausstellung zu systemorientiertem und automatisiertem Design
Ausstellung am 29./30. März 2017 im Island Hamburg
Betreuung: Prof. Heike Grebin (Design), Dr. Timo Ogrzal (Theorie), Timo Rychert (Technologie)

HAW Hamburg, Department Design, Wintersemester 2017

Stilvorlagen #10 : Dokumentation

Nach dem letzten Vortrag waren es nur noch drei Wochen bis zum Rundgang. Wir haben die Herausforderung gemeistert! Es entstanden sechs Broschüren – jeweils eine für  Florian Pfeffer und Lars Harmsen, Nina Juric (aka Bärbel Bold), Ruben Abels & Barbara Asselbergs (…

Stilvorlagen #10 : Dokumentation

Nach dem letzten Vortrag waren es nur noch drei Wochen bis zum Rundgang. Wir haben die Herausforderung gemeistert! Es entstanden sechs Broschüren – jeweils eine für  Florian Pfeffer und Lars Harmsen, Nina Juric (aka Bärbel Bold), Ruben Abels & Barbara Asselbergs (DesignArbeid), Vinca Krug (Matahaven) und Richard Vijgen sowie ein Überblick über die SVL#10. Die Vortragsgruppen — jeder der fünf Vorträge wurde von einem Team betreut  – dokumentierten ‹ihren› Vortrag: die Workshops, die Interviews, den Vortrag … Weitere Einblicke gibt es hier: stilvorlagen.de, facebook, Instagram & die Vorträge

mehr …

Stilvorlagen #10

Eine Vortragsreihe zu Design und Gesellschaft am Department Design der HAW Hamburg
20. April bis 15. Juni 2016

Konzeption der Dokumentation: Victoria Butova, Renata Mirón Granadas
Gestaltung der Dokumentation: Ricardo Bachmann, Victoria Butova, Natalie Forster, Melina Jaensch, Christoph Lehner, Renata Mirón Granadas, Anne Richter, Dorothea Schmidle, Stephanie Schulze, Thomas Stempel, Jana Schmidt,Laura Stieg, Laura Stieg, Niclas Wentz, Patricia Wirth, Timo Wrage

Supervision: Prof. Heike Grebin, Paul Rutrecht, Hannah Bauhoff

 

Andreas Trogisch: Vineta

«Vineta, das war eine Art Ost-Atlantis. In den Polytechnischen Oberschulen der DDR kannte jedes Kind die Sage von der Stadt, die in der Ostsee untergegangen war. Die untergehen musste. Denn Vinetas Bewohner waren undankbar gewesen. Sie wussten nicht zu schätzen,…

Andreas Trogisch: Vineta

«Vineta, das war eine Art Ost-Atlantis. In den Polytechnischen Oberschulen der DDR kannte jedes Kind die Sage von der Stadt, die in der Ostsee untergegangen war. Die untergehen musste. Denn Vinetas Bewohner waren undankbar gewesen. Sie wussten nicht zu schätzen, was sie hatten. Selbst eine letzte dringende Warnung vor ihrem eigenen Ende schlugen die Vineter in den kühlen Ostseewind. Am Ende riss eine Sturmflut die Stadt mit Mann und Maus hinab auf den Meeresgrund. Bis heute meinen Spökenkieker, Vineta tief unten am Grund schauen, die Schläge der goldenen Kirchenglocken aus dem Wellenrauschen heraushören zu können. […]

mehr …

Die Vineter missachteten, was sie hatten. Nicht ihre Schuld. Schuld war das große Fremdgewordensein mit dem eigenen Land. Schuld war die kleine innere Freiheit, die jeder sich abgesteckt hatte wie ein Gärtchen. Eine Freiheit, die mehr galt als ein gültiger Pass. Ein Verbundensein unter den Hiergebliebenen, ein Loslassen der Flüchtenden, ein Sehnen nach dem Anderen, von dem man doch nicht so recht wusste, was das sein soll.»
(Aus dem Begleittext von Anja Maier)

Andreas Trogisch: Vineta
118 Seiten, 55 Schwarz/weiß-Abbildungen in Triplexdruck
18,1 × 25 cm, offene Fadenheftung, Schutzumschlag, Englisch/Deutsch
Mit einem Text von Anja Maier
Peperoni Books, Berlin 2016

Röntgenblick und Schattenbild

«Röntgenblick und Schattenbild» von Vera Dünkel ist erschienen! Es behandelt, wie im Untertitel schon angedeutet, die «Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern». Diese «Neue Art von Bildern» wurde möglich durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und deren sofort…

Röntgenblick und Schattenbild

«Röntgenblick und Schattenbild» von Vera Dünkel ist erschienen! Es behandelt, wie im Untertitel schon angedeutet, die «Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern». Diese «Neue Art von Bildern» wurde möglich durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und deren sofort einsetzender publizistischer Verbreitung.

mehr …

Ein Buch, das bestimmt zu einem Referenzwerk zu diesem Thema avancieren wird, denn neben dem extrem fundierten und gut geschriebenen Text enthält es auch einen Tafelteil, der viele der oft nur aus zweiter und dritter Hand reproduzierten Bilder aus der Anfangszeit der Röntgenfotografie enthält – und zwar in Originalgröße und in bestmöglicher Wiedergabe.
Am 13. April gibt es einen Vortragsabend von Vera Dünkel zum Thema in der Alfred-Ehrhardt-Stiftung, an dem auch das Buch vorgestellt wird – und bei dem man es auch zum ersten Mal kaufen kann.
Vielen Dank an Königsdruck in Alt-Reinickendorf und die Buchbinderei Reinhard + Wasser für ihre hervorragende Arbeit vom ersten bis zum letzten Handgriff!Vera Dünkel: Röntgenblick und Schattenbild.

Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern
288 Seiten, ca. 180 Abbildungen und 72 Farbtafeln
24×30 cm, Offene Fadenheftung, transparenter Einband
Edition Imorde, Emsdetten/Berlin 2016

Runway

… enthält nichts als die Reproduktion eines Streifens der sogenannten «centre line» der Start- und Landebahn 09R/27L des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Der 30 m lange Streifen ist vollständig wiedergegeben und entfaltet in seinem Detailreichtum eine ganz eigene Faszination. Eine…

Runway

… enthält nichts als die Reproduktion eines Streifens der sogenannten «centre line» der Start- und Landebahn 09R/27L des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Der 30 m lange Streifen ist vollständig wiedergegeben und entfaltet in seinem Detailreichtum eine ganz eigene Faszination. Eine Tour durch das Buch gibt es hier und einen Blick in das beiliegende Faltblatt hier.
«A crazy, great, consistent, minimalistic masterpiece.» – Josef Chladek

Andreas Trogisch: Runway. Der 12. Streifen der Centre Line der Landebahn 09L / 27R des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof, April 2014
30 × 40 cm, 42 Seiten, mit einem 4-seitigen Faltblatt
Japanische Klebebindung
Hardcover mit Siebdruck
Gestaltung: Troppo Design, Berlin
Druck: Heenemann Druck GmbH, Berlin
Herstellung: buks! Berlin
Peperoni Books, Berlin 2015
ISBN 978-3-941825-36-9
Numeriert und signiert.

Next